Gründe die für einen Profifotografen sprechen

Ein Profifotograf, also jemand, der sich von Kunden fürs Fotografieren bezahlen lässt und damit seinen Lebensunterhalt verdient,macht nicht automatisch bessere Fotos ein engagierter Amateur. Sein Vorteil liegt darin, dass er sich ständig mit der Fotografie beschäftigt. Somit hat er den Vorteil, dass er auf seiner Erfahrung aufbauen kann und sie somit von dieser Erfahrung profitieren.

Um ein gutes Foto zu machen, müssen in kürzester Zeit Entscheidungen gefällt werden. Zusammenspiel der Farben, Bewertung des vorhandenen Lichts, Bildaufbau und natürlich die daraus resultierenden Einstellungen der Kamera. Im Studio ist das alles noch ziemlich einfach und schnell erlernbar. Man hat definiertes Licht und das Motiv bleibt meist an seinem zugewiesenen Platz. Wenn man das Shooting aber nach draussen verlegt beginnen die Probleme größer zu werden. Wo steht die Sonne? Wie sind die Schatten? Wie harmoniert der Hintergrund mit dem Motiv? Passen die Farben? Welche Blende (Schärfentiefe) wähle ich?

Beispiel Brautpaarshooting

Nehmen wir mal das Beispiel eines Brautpaarshootings. Es findet typischerweise nicht im Studio, sondern in der Natur statt. Die Trauung endet gegen Mittag und das Brautpaar freut sich über den herrlichen sonnigen Tag. Als Fotograf weiß ich, dass ich mit harten Schatten rechnen muss, das weiße Kleid der Braut auf dem Foto noch mit Struktur versehen sein soll und der dunkle Anzug des Bräutigams nicht zu einer schwarzen Masse werden darf. Diese Parameter sind für mich zunächst wichtig, also werde ich im Sommer z.B. im Schatten eines Baumes oder Gebäudes eine geeignete Location suchen. So verhindere ich, dass harte Schatten entstehen und die hellen bzw. dunklen Farbtöne zu viel an Struktur verlieren. Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz eines mobilen Studioblitzes. Hier bin ich freier in der Auswahl geeigneter Örtlichkeiten, benötige aber einen Assistenten, welcher den Blitz entsprechend ausrichtet und vor Windböen schützt.

Entscheidungsfluss Fotoshooting

Grobe und vereinfachte Skizzierung eines möglichen Entscheidungsflusses für ein Outdoorshooting. Je nach Kundenwunsch bzw. Motiv, Tages- oder Jahreszeit ist der Einfluss der Faktoren unterschiedlich. So erfordert ein Paarfoto eines Paares welches hinter einander steht eine geschlossenere Blende als ein Einzelportrait. Dies hat zwangsläufig Einfluss auf die Verschlusszeit bzw. die ISO Einstellung der Kamera.

Neben diesen Faktoren muss der Fotograf auch noch die Auswirkungen der Brennweite seines Objektives (z.B. auf die Schärfentiefe) und das Rauschverhalten seiner Kamera kennen. So beginnen Einsteigerkameras schon bei relativ niedrigen ISO Werten zu rauschen, teure Profimodelle hingegen zeigen oftmals bei ISO Werten von 6400 sehr wenig rauschen, welches n der Nachbearbeitung problemlos beseitigt werden kann.